SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse ist ein Instrument zur Situationsanalyse und Strategiefindung. Mit ihr werden innerbetriebliche Stärken und Schwächen (Strength – Weaknesses) und externe Chancen und Gefahren (Opportunities – Threats) betrachtet. Stärken und Schwächen können erst im Vergleich mit den Wettbewerbern eines Unternehmens beurteilt werden. Deshalb verknüpft die SWOT-Analyse die unternehmensinternen Kennzahlen in Form von Stärken und Schwächen mit den externen Einflussfaktoren in Form von Chancen und Risiken in einer Matrix. Die SWOT-Analyse dient, neben der Markt- und Zielgruppenanalyse, als Informationsgrundlage zur Strategiefindung im gesamte Marketingprozess. Der große Vorteil einer SWOT-Analyse liegt darin, dass sie einfach durchzuführen ist und außer dem zeitlichen Aufwand keine weiteren Kosten verursacht.
Bei der SWOT-Analyse gehen wir in vier Schritten vor:
Schritt 1: Stärken-Schwächen-Analyse
Stärken und Schwächen lassen sich innerhalb einer Unternehmung analysieren und beeinflussen. Um Ihre Stärken zu fördern und Ihre Schwächen abzubauen, werden die Kennzahlen zu denen der Mitbewerber gesetzt. Wichtige Informationsquellen sind beispielsweise der Unternehmensauftritt, der elektronische Bundesanzeiger, die Datenbank des deutschen Marken- und Patentamts, und viele mehr. Typische Kennzahlen für Ihre Analyse sind:
- Zufriedenheit der Kunden mit Leistung, Produkt und Service
- Finanzen / Wirtschaftlichkeit
- Unternehmensführung
- Unternehmenskultur / Leitbild
- Personalentwicklung und -planung
- Kompetenzen / Know-how
- Patente / Rechte
In jedem Falle muss die Analyse ehrlich, logisch und konsequent sein. Die interne Analyse kann auf verschiedene Weise strukturiert werden, zum Beispiel für einzelne Geschäftseinheiten, Produktgruppen oder nach funktionalen Kriterien. Zum Einsatz kommt hierzu die Wertekette von Porter.
Schritt 2: Chancen-Risiken-Analyse
Die Chancen-Risiken-Analyse untersucht denkbare Entwicklungen außerhalb Ihres Unternehmens und deren Einflüsse auf die Marketingstrategie, sowie der Unternehmensplanung, die nicht direkt beeinflussbar sind. Diese Faktoren – innerhalb des gesamten Marketingprozess auch Major-Trends genannt - sind.
- Politik & Recht (aktuelle politische Lage / Steuerrecht, Wettbewerbsrecht, Verfassungsrecht, Arbeitsrecht, ...)
- Technologie (Maschinenstand, Innovation)
- Ökonomie und Konjunktur (Wie ist die aktuelle Marktlage bzw. in wieweit gibt es Veränderungen im Markt?)
- Gesellschaft & Kultur (Gibt es Veränderungen in der Tradition / Trends, In wieweit verändern die sozialen Netzwerke die menschlichen Gewohnheiten?)
- Demografie
- Ökologie
Gleichzeitig werden die Ergebnisse der Stärken-Schwächen-Analyse auf Veränderungen untersucht. Die Chancen werden genutzt um die damit verbundenen Stärken auszubauen und Wettbewerbsvorteile zu sichern. Risiken werden minimiert, um Gefahren abzuwenden.
Schritt 3: SWOT-Analyse
Die eigentliche SWOT-Analyse integriert die Ergebnisse in einer Matrix. Dabei werden auf der horizontalen Achsen die internen und externen Analyseergebnisse beschrieben, auf der vertikalen Achse die positiven und negativen Ergebnisse. Hieraus lassen sich im nächsten Schritt Maßnahmen und Initiativen ableiten.
Schritt 4: Ableitung von Maßnahmen und Initiativen aus der SWOT-Analyse
Die erfolgreiche Marketingstrategie basiert auf am Ziel ausgerichteten Maßnahmen. Der Nutzen aus Stärken und Chancen wird maximiert, den Verlusten aus Schwächen und Risiken wird vorgebeugt. Folgenden Kombinationen stehen zur Disposition: Danach wird hinterfragt, welche Initiativen und Maßnahmen sich daraus ableiten lassen:
SO - Stärken-Chancen-Kombination:
Welche Stärken passen zu welchen Chancen?
Wie können Stärken eingesetzt werden, so dass sich die Chancenrealisierung erhöht?
ST - Stärken-Risiken-Kombination:
Welche Risiken können wir mit welchen Stärken begegnen?
Wie können welche Stärken eingesetzt werden um den Eintritt bestimmter Risiken oder Gefahren abzuwenden?
WO - Schwächen-Chancen-Kombination:
Wo können aus Schwächen Chancen entstehen?
Wie können Schwächen zu Stärken eingesetzt werden, um den Eintritt bestimmter Gefahren abzuwenden?
WT - Schwächen-Risiken-Kombination:
Wo befinden sich unsere Schwächen und wie können wir uns vor Schaden schützen?
Hieraus lassen sich passende taktische und strategische Handlungsempfehlungen entwickeln, aufeinander abstimmen und festhalten. Wie die meisten Management-Modelle beruhen SWOT-Analysen auf einer rationalen Sicht der Dinge. Das Unternehmen stellt damit den Zugang zu Ressourcen sicher und bildet Vertrauen zu seinen Kunden, Gläubigern und Lieferanten.
Interesse geweckt? Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns kostenfrei und unverbindlich unter Telefon (0721) 2012 -120.
Marketingstrategien
Die Marketingstrategie ist ein Plan zur Erreichung der Unternehmens- und Marketingziele. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Marketing-Konzeption. Im gesamten Marketing-Prozess setzt sie die Marketing-Analyse mit ihren Major-Trends, den Kernkompetenzen, sowie die Segmentierung der Zielmärkte und Zielgruppen voraus. Die Marketingstrategie ist i.d.R. langfristig angelegt und hat einen veränderbaren Charakter: Teil der Major-Trends ist beispielsweise die Konjunktur einer Volkswirtschaft. Gibt es hier unvorhersehbare Veränderungen, wirken sich diese Trends auf das Marketing aus. Strategieanpassungen sind notwendig und kein Indiz für eine fehlerhafte Analyse oder Planung. Ganz im Gegenteil, ein regelmäßiges Controlling und die Optimierung ist die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Marketing.
In der kreativen Werbeagentur MARTES NEW MEDIA werden Marketingstrategien in vier Kategorien klassifiziert: geografische Marktbearbeitungsstrategie, kundenbezogene Marktbearbeitungsstrategie, Wachstumsstrategie und Wettbewerbsstrategie.
Diese stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor:
1.) geografische Marktbearbeitungsstrategie:
Bei der geografischen Marktbearbeitungsstrategie legen wir gemeinsam mit unserem Kunden die Zielmärkte fest. Bei der Unterteilung der Märkte achten wir auf eine sinnvolle Festlegung nach Sprache, Kulturen oder Regionen. Begrenzt sich der Markt auf Ihre Region, werden wir die Strategien und Maßnahmen unter Berücksichtigung Ihrer regionalen Besonderheiten – wie Kultur, Dialekt, Umwelt und Klima – anpassen. Zur Gliederung in Deutschland und Österreich dient die Aufteilung nach Nielsen-Gebieten.
2.) kundenbezogene Marktbearbeitungsstrategie:
Bei der kundenbezogenen Marktbearbeitungsstrategie legen wir gemeinsam mit unserem Kunden fest, welche Märkte und Zielgruppen angesprochen werden. Gemeinsam definieren wir eine Primärzielgruppe (Hauptzielgruppe), sowie Sekundärzielgruppen (Nebenzielgruppen). Die Auswahl erfolgt nach folgenden Kriterien:
- organisatorische Merkmale (Unternehmensgröße, Unternehmensstandort, Marktanteil)
- ökonomische Merkmale (Finanzen, Liquidität, Bestände)
- Kaufverhalten des Unternehmens (Buying Center, Lieferantentreue, Kaufzeitpunkt)
- personenbezogene Merkmale oder Charakteristika der Entscheidungsträger der Unternehmen (Lebenslauf und Ausbildung, Reputation, Informationssammlung, Innovationsbereitschaft).
Bei der direkten Ansprache von Konsumenten, erfolgt die Auswahl nach diesen Kriterien:
- demografische Merkmale (Alter, Geschlecht, Familienstatus, Wohnort)
- sozioökonomische Merkmale (Bildungsstand, Gehalt, Beruf)
- psychografische Merkmale (Lebensstil, Motivation, Persönlichkeit)
- Kaufverhalten (Preissensibilität, Kaufreichweite, Markenbewusstsein).
Zur Beschreibung von Zielgruppen nach sozialen Milieus dienst das Schaubild der Sinus-Milieus.
Bei der Bearbeitung eines spezifischen Teilmarktes, empfehlen wir die Nischenstrategie. In der Rolle des Spezialanbieters stellen Sie gegenüber Ihren Zielgruppen die Versorgung einer besonderen Nachfrage sicher. Hierbei spielt die richtige Ansprache, sowie die Befriedigung von Bedürfnissen Ihrer Kunden eine entscheidende Rolle. Eine streuverlustfreie Ansprache ist erstrebenswert. Sprechen Sie keine bestimmte Zielgruppe an, handeln Sie nach den Regeln der Marktmassenstrategie. Hierbei wird Ihr Sortiment oder Ihre Dienstleistung an keinen bestimmten Verbraucher gerichtet, sondern konzentriert sich an der breiten Masse.
3.) Wachstumsstrategie:
In der Wachstumsstrategie legen wir fest, mit welchen Produkten und auf welchen Märkten Sie künftig Ihr Umsatzwachstum sicherstellen. Mit dem nachfolgenden Schaubild bestimmen Sie auf einfache Weise die künftige Wachstumsstrategie:
4.) Wettbewerbsstrategie:
In gesättigten Märkten ist die Wahl der am Besten geeigneten Wettbewerbsstrategie – auch Konkurrenzstrategie genannt – der zentrale Strategieentscheid.
Ziel ist es, attraktiver als Ihre Mitbewerber zu sein und Ihrer Konkurrenz Marktanteile abzuringen.
Folgende Strategietypen unterscheiden wir:
- Präferenzstrategie (einzigartiges Angebot, höchste Qualitäts- und Designansprüche, unschlagbarer Service ...)
- Kostenführerschaftsstrategie (Preisführer, günstigster Anbieter auf dem Markt, aggressives Marketing ...)
- Nischenstrategie (bestimmtes Marktsegment, Spezialanbieter, streuverlustfreie Zielgruppenansprache ...)
- Me-too-Strategie (Vergleichbares erfolgreiches Konzept oder Angebot kopieren.)
- Kooperationsstrategie (1+1=3, Nutzung von Synergieeffekten durch Kooperationen zwischen Unternehmungen mit den selben Interessen, Win-Win-Situation)
Haben wir Interesse geweckt? Gerne unterstützen wir Sie bei der Festlegung Ihrer Marketingstrategie. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns kostenfrei und unverbindlich unter Telefon (0721) 2012 -120.
Digital Signage Speiseleitsystem in HDTV.
Die Speiseleit- und Informationssysteme der Firma MARTES NEW MEDIA zeichnen sich seit über 10 Jahren durch modernste Technik, hohe Skalierbarkeit und niedrige Betriebskosten aus. Ob für die Hochschulgastronomie in Mensen und Cafeterien, gastronomischen Großbetrieben und Kantinen – unsere Erfahrung mit digitalen Anzeigesysteme bieten Ihnen garantiert einen reibungslosen und sicheren Betrieb. Branchenerfahrung, intensive Entwicklungsarbeit, ständige Verbesserungen und die Anpassung an neue Umweltbedingungen sind für uns selbstverständlich. Die ausgereiften Digital Signage-Lösungen von MARTES NEW MEDIA sind bewährt im Einsatz.
Ob Studierende, Mitarbeiter, Kunden oder Schüler – Ihre Gäste erhalten schnell einen informativen und ansprechenden Überblick über das jeweilige Speiseangebot und werden optimal an die gewünschten Essensausgaben geleitet. Ein reibungsloser Durchlauf ist somit insbesondere zu den Stoßzeiten gewährleistet.
Das Erscheinungsbild der Speisekarte hinsichtlich Design, Farbgestaltung und Inhalt wird individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst. Wir bieten für unsere Speiseleit- und Informationssysteme eine rundum Abwicklung und sorgen jederzeit für aktuellen Informationsfluss unter allen Beteiligten.Wir kümmern uns um alle Wünsche bei der Umsetzung Ihres Projekts: von der Beratung und Planung, über die Installation der Hardware und Software, bis zur laufenden technischen Betreuung und sogar der Vermarktung von Werbekunden und damit Refinanzierung Ihrer Investition! Unser professionelles Projektmanagement klärt die Anbindung an bestehende Netze vor Ort, prüft die vorhanden Infrastruktur in Ihrem Haus, führt die Korrespondenz mit allen Projektbeteiligten.
Unsere Systeme in der Mensa an der Hochschule Karlsruhe, in der Mensa am KIT und in der Mensa an der Hochschule Pforzheim seit vielen Jahren im produktiven Einsatz: über 10.000 Gäste täglich werden darüber informiert und geleitet. Sprechen Sie uns an - wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen und stellen Ihnen gerne weitere Anwendungsmöglichkeiten vor!
Visitenkarten drucken
Die gedruckte Visitenkarte dient dem Austausch von Koordinaten zwischen Geschäftspartnern. Sie repräsentiert eine Unternehmung und die Funktion seines Mitarbeiters in der Öffentlichkeit. Der erste Eindruck ist entscheidend.
Bereits im 17. Jahrhundert wurden Visitenkarten in Frankreich, Österreich und England fester Bestandteil der feinen Sitte. Besucher gaben damals die Visitenkarte an den Diener weiter, welcher sie anschließend dem Hausherren übergab. Dadurch erlangte sie ihren Namen „Besucherkarte“, abgeleitet vom lateinischen Begriff visitare, welcher zu Deutsch besuchen bedeutet. Knickmuster und Kürzel verrieten etwas über den Grund des Besuches oder die Stimmung des Anwesenden. Der Kürzel p.m., französisch für pour mémoire bedeutete zur Erinnerung, oder es wurde p.r., französisch für pour remercier verwendet, was die Bedeutung zum Dank hatte.
Durch die Kunst des Buchdrucks war es zu dieser Zeit möglich, verschiedene Formate der Visitenkarte herzustellen. Um 1780 wurden in Berlin erste Produktionen von Visitenkarten angeboten.
In England wurde aus der „Besucherkarte“ die sogenannte „Trading Card“, auch „Handelskarte“ genannt. Diese dienten als Stadtplan oder Landkarte um Ladengeschäfte zu erreichen, da es damals noch kein Hausnummernsystem gab. Die „Trading Card“ erlange damals einen höheren Stellenwert als die Zeitung, spielte vergleichsweise die selbe Rolle für den Verbraucher, wie heute das Internet.
Heutzutage werden mittlerweile rund 4,5 Billionen Visitenkarten im Jahr hergestellt. Sie werden in handlicher Scheckkartengröße hergestellt, was dem Maß 85 mm x 55 mm (EU) entspricht.
Folgende Informationen können auf einer Visitenkarte vorhanden sein: Firmenname, Firmenlogo, der eigene Name (Vor-und Nachname), Position in der Firma, Berufsbezeichnung, Telefonnummer, Mobiltelefon und Fax, Anschrift, E-Mail Adresse, Internetseite der Firma, evtl. Foto, Öffnungszeiten.
Auf der Rückseite findet sich somit Platz um beispielsweise Eigenwerbung zu platzieren. Heutzutage sind Visitenkarten in sämtlichen Farben und Designs, als auch Materialien verfügbar. Nicht immer muss es die herkömmliche Karte aus einem festen Papier oder der Kartonage sein, um Eigenwerbung zu projizieren. Ebenso bietet sich Kunststoff an, gefrostet (halbtransparent) oder kristallklar (volltransparent). Auch Visitenkarten aus Aluminium, Holz oder Gummi können ein wunderbarer Werbeträger sein. Firmen die mit diesen Werkstoffen arbeiten, können dadurch explizit ihr Baumaterial präsentieren. Die Wahl des Materials spielt in sofern eine Rolle, dass die Visitenkarte strapazierfähig und haltbar sein sollte. Ein weiteres wichtiges Kriterium für eine Visitenkarte stellt die Haptik dar. Auch hier wird eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten, wie sich eine solche Karte anfühlen kann. Durch die moderne Lasertechnik ist es möglich in fast jeder beliebigen Form Stanzenformen erstellen zu lassen, welche ein Buchdrucker als Stanzwerkzeug verwenden kann um eine ganz individuelle Visitenkarte zu stanzen. Durch die Verwendung von Flockfasern, die aus Garn oder Fasern hergestellt werden (Baumwolle, Polyamid, Viskose), bietet es sich an, Visitenkarten zu beflocken um eine samtige Oberfläche in beliebiger Form und Farbe zu erhalten. Darüber hinaus lassen sich Visitenkarten prägen und perforieren. Karten die aus Kunststoff hergestellt werden, können sogar mit Duftnoten ausgestattet werden. Dafür gibt es die sogenannte Duftlack Veredelungen, die mikroverkapselte Aromastoffe enthalten. Durch leichtes reiben der Oberfläche können so die Duftstoffe freigesetzt werden.
Des weiteren gibt es die Form der elektronischen Visitenkarte, auch vCard genannt. Diese lässt sich in HTML-Seiten einbetten, als Anhang in einer E-Mail versenden oder als QR-Code mit einem Mobiltelefon und dazugehöriger Software lesen.
Das Design einer Visitenkarte richtet sich meistens nach dem Logo der jeweiligen Firma, da sie unmittelbar das Aushängeschild eines Unternehmens ist. Wichtig ist insbesondere, dass die Schrift gut leserlich ist, allerdings sollten alle wichtigen Informationen auf der Karte ihren Platz finden, ohne das diese zu überladen wirkt.
Auch web2print bietet eine tolle Möglichkeit für den Druck einer persönlichen Visitenkarte. Unter web2print werden online erzeugte Druckvorlagen verstanden. Der Anwender kann nun mit Hilfe seines Internet-Browsers auf eine Auswahl gestalteter Vorlagen zugreifen, welche im Anschluss mit Inhalten wie Personalien befüllt werden können. Textpassagen und Bildmotive können ebenso verändert werden. Sobald der Anwender seine Änderungen über eine Vorschau betrachtet hat, kann er bei Bedarf seine angepasste Druckvorlage direkt zur Druckweiterverarbeitung übermitteln. Nun werden die Vistenkarten in Karlsruhe gedruckt und anschliessend per Post direkt an den Auftraggeber versendet. Bei Interesse an einer web2print-Lösung bieten wir Ihnen gerne ein Produkt aus unserem Hause nach Ihren Bedürfnissen an. Ihr Ansprechpartner: Manuel Laufer, Telefon (0721) 2012 -120 | Sprechen Sie mich JETZT unverbindlich an und erhalten kostenlos ein Angebot nach Ihren Bedürfnissen.
Plakatgestaltung
Plakate sind das älteste Mittel zur Außenwerbung. Im 16. Jahrhundert tauchte das Wort „Plakat“ erstmalig in den Niederlanden auf. Die Holländer hatten zu damaligen Zeiten während des Befreiungskampfes gegen die Spanier Flugblätter mit Kleber an Mauern und Häuserwände geklebt. Papierbögen dieser Art wurden früher „Plakatten“ genannt. In Frankreich wiederum wurden sie als „plaque“, was „Platte oder Täfelchen“ bedeutet, bezeichnet. Eine weitere Variante war „placard“, die Bedeutung für „Anschlag“. Bereits in vorchristlicher Zeit waren die ersten Vorläufer des Plakates zu finden. So wurden zum Beispiel im antiken Rom die Gesetzestexte auf Holztafeln an öffentlichen Plätzen angebracht. Auch behördliche Bekanntmachungen waren davon betroffen. Ebenso könnte man das von Martin Luther im Jahr 1517 an der Schlosskirche angebrachte Thesenpapier zum Ablasshandel als ein Plakat bezeichnen.
A.I.D.A
Für ein erfolgreiches Plakat sollte man das sogenannte A.I.D.A – Modell verfolgen. Dieses setzt sich wie folgt zusammen:
Attention (Aufmerksamkeit): Sinn und Zweck eines Werbeplakates besteht darin, die Aufmerksamkeit des Betrachters oder eines potentiellen Käufers zu wecken. Nicht immer stellt es sich als einfache Aufgabe heraus, da der Mensch tagtäglich mit einer großen Anzahl von Werbung konfrontiert wird. Kreative und ausgefallene Ideen als auch absolute Hingucker sind das A und O. Das Plakat soll Aufmerksamkeit erregen, allerdings sollten starke Kontraste vermieden werden.
Interest (Interesse): Der wichtigste Part eines Plakates ist, dass seine Botschaft beim Betrachter ankommt, seinen Blick eine Weile auf sich zieht und Interesse auslöst. Das Interesse ist der springende Punkt, bei dem der Betrachter beginnt sich Gedanken zu machen und sich mit der Botschaft oder dem Produkt zu beschäftigen.
Desire (Verlangen): Das Verlangen nach dem Produkt soll geweckt werden. Das kann auf emotionaler oder rationaler Basis geschehen. Der Betrachter bekommt Gründe genannt, warum er das beworbene Produkt kaufen soll. Dies könnten beispielsweise besondere Vorteile, wie ein günstiger Preis, technische Leistungsdaten oder besondere Features sein.
Action (Handlung): Hierbei soll die eigentliche Handlung, dass Bedürfnis zum Kauf des Produktes, ausgelöst werden. Die Werbung kann das beeinflussen, indem sie befristete Sonderangebote oder limitierte Auflagen anbietet. Ein ansprechendes Abbild des Produktes als auch Kontaktinformationen für einen Onlinekauf spielen hierbei eine Rolle.
KISS
Keep it short an simple. Das ist das Prinzip einer professionellen Werbebotschaft auf einem Plakat. Ein einfach verständlicher, kurzer Text, den das Auge schnell erfassen und verstehen kann. Je länger ein Wort ist, desto länger braucht der Verbraucher es zu erblicken und umso sperriger wirkt es. Die wesentliche Textbotschaft sollte ca. 5 Worte betragen. Das menschliche Auge benötigt in etwa 2 Sekunden Zeit diesen Text zu erfassen und zu verarbeiten.
Das moderne Bildplakat im Vergleich zu früher
Jahrzehnte lang war die Farblithographie der Standard in Sachen Plakatdruck. Nach dem 2ten Weltkrieg wurde er vom Siebdruck und Offsetdruck abgelöst. Zudem warben Plakate damals überwiegend für Tanzlokale und einzelne Verbrauchsartikel. Heute wird damit die ganze Welt der Waren angeboten sowie Dienstleistungen und politische Interessen. Die zu Anfang damalige überragende Position des Plakates als Werbemittel im Vergleich zu anderen Medien hat stetig an Bedeutung verloren. Gründe hierfür war die unaufhaltsame Weiterentwicklung der Presse, des Rundfunks, des Fernsehens und des Internets. Befragungen der Bevölkerung ergeben, dass plakative Werbung als weniger störend empfunden wird, als Fernsehwerbung mit der man zwangsläufig konfrontiert wird.
Der Ablauf einer Plakatgestaltung
Inhalte bestimmen: Sobald man weiß, was vermarktet oder verkauft werden soll, ist der wichtigste Schritt sich Gedanken über alle Bestandteile des Plakates zu machen. Welche Elemente müssen integriert werden? Das wohl wichtigste Element in einem Plakat stellt das eigentliche Produkt dar. Des weiteren sollte das Firmenlogo aufgeführt werden. Es ist wichtig sich Gedanken darüber zu machen was für ein Text oder Slogan verwendet werden soll und zu entscheiden, in welcher Schriftart dieser dargestellt wird. Auch die Farbe des Textes muss wohlbedacht gewählt werden, wobei diese mitunter von der Farbgebung des Plakates abhängig ist. Handelt es sich bei dem Plakat um eine Veranstaltung müssen zusätzlich die Termine und die Veranstaltungsorte angegeben werden. Handelt es sich beispielsweise um ein elektronisches Gerät, müssen Produktdaten, Preise und gegebenenfalls bei Sonderaktionen ein Datum der Auslaufzeit angegeben werden. Je nach Produkt, können die Informationen in einem Plakat stark variieren oder von einander abweichen, weshalb ein sorgfältiger Bedacht aller Inhalte und Informationen absolute Priorität aufweist. Ebenso sollte man beachten, ob das Plakat im Hochformat oder Querformat gestaltet wird. Oftmals ist es besser sich für das Hochformat zu entscheiden, da sie beispielsweise besser an Türen zu platzieren sind.
Gestaltungsideen: An nächster Stelle müssen alle Gestaltungsideen in Form von sogenannten Scribbles auf Papier festgehalten werden. Hierbei werden alle notwendigen Elemente und Informationen des Plakates in Form von einer Bleistiftzeichnung in verschiedenen Anordnungen und Variationen zu Papier gebracht. Ist das geschehen, werden alle Scribbles auf Ihre Funktionalität geprüft und sorgfältig in Augenschein genommen. Hat man sich für eine oder mehrere Varianten entschieden, können diese natürlich bei Bedarf ausgearbeitet und colouriert werden. Bei den möglichen Anordnungen der Elemente muss ebenso bedacht werden, dass Plakate in der Öffentlichkeit des öfteren von Autos, Müllcontainern oder Verkehrstafeln bedeckt werden. Schließlich sollte kein Logo oder keine wichtige Kernaussage verdeckt sein.
Die Umsetzung: Die Umsetzung der Scribbles erfolgt am Computer mit den dafür vorhergesehenen Gestaltungsprogrammen. Hier werden in einem angepassten Dokument alle Einstellungen so vorgenommen, wie sie auf dem Scribble zu sehen sind. Es soll vermieden werden, dass zu viele verschiedene Farben und Schriften in dem Plakat untergebracht werden. Farben gleichen Farbtons, oder Schriften der selben Schriftfamilie können durchaus verwendet werden, sofern es dezent gehalten ist und nicht übertrieben wirkt. Die gestalterischen Entscheidungen die zu treffen sind, sind abhängig von der Gesamterscheinung des Plakates und dem, was es dem Betrachter mitteilen möchte.
Die Prüfung: Bevor die Daten in den Druck gehen, ist der wichtigste Aspekt zum Abschluss des Projektes, die Prüfung des Plakates auf seine Tauglichkeit. Das Plakat muss in Originalgröße ausgedruckt und auf die Entfernung betrachtet werden. Oftmals sehen die Dinge bei der Arbeit am Computer in kleinerer Darstellung optisch passender aus, als im Großformat auf die Entfernung. Hierbei wird geprüft, ob der Schriftgrad groß genug ist und die Schrift gut leserlich. Die optimale Anordnung und Zusammengehörigkeit der einzelnen Elemente muss erneut überprüft werden. Die Größe des Produktes bzw.(die Auffälligkeit der Veranstaltung), somit also der Hauptbestandteil und die Werbebotschaft des Plakates muss in Relation zur Größe das Plakates im allgemeinen stehen. Somit sollte der Titel inklusive des Hauptmotivs mindestens 80 % der Fläche einnehmen. Das größte Plakat verliert seine Wirkung wenn nicht offensichtlich zu sehen ist, für was geworben wird, oder das Produkt neben den anderen Elementen untergeht.
Die Wahl der Schrift
Die Schrift ist ein wesentlicher Bestandteil eines Plakates und dem, was es aussagt. Die Aussage der Schrift sollte passend zu der Botschaft sein die das Plakat vermittelt. Es wäre beispielsweise unangebracht, auf einem Plakat das den neusten Computer anbietet, eine zarte feine Schnörkelschrift zu verwenden. Zudem wäre die Lesbarkeit eingeschränkt. Wirbt zum Beispiel ein Designer für Mode aus zarten und weichen Stoffen, wäre es unpassend eine dicke klobrige Schrift zu verwenden. Die Art der Schrift sollte nicht dem widersprechen was das Plakat darstellt. Gegensätze ziehen sich an, wobei hier im Vordergrund steht ein bündiges, aufeinander abgestimmtes und zusammengehöriges Erscheinungsbild zu schaffen. Die Größe der Schrift sollte mindestens 5 % der Plakathöhe betragen.
Die Auswahl der Farben
Ebenso die Wahl der Farben ist Produkt - bzw. Veranstaltungsabhängig. Wer für eine musikalische Veranstaltung werben möchte, die eine junge Zielgruppe anspricht, ausgeflippt und peppig ist, sollte es vermeiden eintönige und langweilig Farben zu verwenden. Eine Bank wiederum, die beispielsweise günstige Kredite anbietet, sollte kein kunterbuntes Farbenspiel wagen, da die Gefahr bestünde, den Eindruck von mangelnder Seriosität entstehen. Um ein Firmenlogo oder Text auffälliger zu gestalten wäre es ratsam unähnliche Farben zu nutzen. So könnte zum Beispiel ein Plakat das weitgehend in Blau gehalten ist eine Orangene Schrift nutzen um diese hervorzuheben. Ebenso können die Farben, bzw. auch Farbverläufe, die Blicke des Betrachters lenken.
Die Platzierung der Elemente
Der Blickfang eines Plakates ist das Element für das geworben wird. Es muss gut sichtbar und großflächig, am besten mittig auf der Fläche des Plakates zu sehen sein. Ist neben dem werbenden Produkt ein Gesicht auf dem Plakat vorhanden, sollte dieses unbedingt in räumlicher Nachbarschaft zum Artikel Verwendung finden. Andernfalls könnte es passieren, dass der Artikel unbewusst nicht richtig realisiert wird, da das Gesicht durch seine dominierende Rolle eine stark ablenkende Wirkung haben könnte.
Bildsprache
Ein Bild wirkt durch seine inhaltliche Absicht und seine formale Gestaltung auf den Betrachter. Sie wecken Gefühle und können zudem Spannungen oder Entspannungen auslösen, da sie auf das Unterbewusstsein eines Menschen wirken. Aufgabe ist es ein Motiv zu finden, das auf die mitzuteilende Aussage zugeschnitten ist. Bildsprache ist ein Kommunikationssystem ähnlich der gesprochenen Sprache. In dem Falle ist der Gestalter der „Sprechende“, der Betrachter der „Hörende“. Bilder können mehr Informationen und Emotionen vermitteln, als das auf knappem Platz mit Worten möglich wäre. Die Emotionen die ein Bild vermitteln müssen glaubwürdig sein. Ein „lächeln“ ist nicht gleich ein „glaubwürdiges lächeln“. Ein gekünsteltes Lachen ist nicht in der Lage die eigenen Gefühle anzusprechen. Bei der Plakatgestaltung muss das Motiv nicht zwingend im Einklang zu der Typografischen Aussage stehen. Es gibt auch die Möglichkeit einer „Antithese“. Ein Beispiel hierfür könnte ein überfülltes Warenregal sein, dass als Motiv gegen die Hungersnot in der Welt verwendet wird.
Wahrnehmung und Wirkung von Formen
Der Vorgang des Wahrnehmens
Der Wahrnehmungsprozess unseres Gehirns wird in die drei Stufen Empfinden, Organisieren und Einordnen unterteilt. In der ersten Phase erhalten wir das Abbild eines Objektes auf unserer Netzhaut. Im zweiten Schritt wird das gesehene organisiert, was bedeutet, dass es zu einer festen Form zusammengesetzt wird. In der dritten Phase bekommt dieser Sinneseindruck eine Bedeutung und wird kategorisiert. So können wir letztendlich unterscheiden, ob das gesehene eine „Wabe“ oder einen „Menschen“ darstellt.
Symbolik und Assoziation
Wie auch bei der Wirkung von Farben, verbinden wir eine Reihe von Empfindungen, Stimmungen und Erinnerungen bei der Wahrnehmung von Formen. Die Abbildung einer Spritze erinnert uns an Situationen, in denen wir selbst einmal gestochen wurden und nur wenige verbinden das mit positiven Eigenschaften. Die Abbildung von einem Strand lässt uns beispielsweise an unseren letzten Urlaub zurückdenken und Entspannung aufkommen. Auch einfache Grundformen rufen in uns verschiedene Assoziationen hervor.
Der Kreis, der weder einen eindeutigen Anfang noch ein Ende darstellt, wird oft mit der Unendlichkeit und Sicherheit in Verbindung gebracht. Seine runde und geschmeidige Form wird als weiblich und weich angesehen. Der Kreis symbolisiert die Erde und die Sonne, ist ein Zeichen der Wiedergeburt und vermittelt Geborgenheit, indem man sich beispielsweise „im Kreise von Freunden“ trifft.
Das Quadrat wird im Gegensatz zum Kreis mit Männlichkeit verbunden, da es Stabilität, Sicherheit und durch die kantige Erscheinung absolute Geometrie darstellt. Auch in seiner kleinsten Form dem Pixel, lassen sich aus Quadraten digitale Bilder zusammensetzen. In der Gestaltung ist das Quadrat ein Grundbaustein und wirkt ordnungsgebend.
Die Raute wirkt dynamisch allerdings auch instabil. Diese Wirkung lässt sich darauf zurückführen, dass unsere Erfahrung uns lehrte, dass Objekte die auf einer Spitze stehen niemals lange stabil bleiben können. Durch diesen Aspekt wiederum, erregt die Raute ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit, beispielsweise als Verkehrszeichen in einer Vorfahrtsstrasse.
Das Dreieck wird mit Eigenschaften wie Dynamik, Spannung und etwas geheimnisvollem in Verbindung gebracht. Ein Dreieck mit nach oben zeigender Spitze erzeugt Aufmerksamkeit. Ebenso wird das Dreieck gerne als Richtungspfeil genutzt.
Gestaltungsgesetze der Wahrnehmung
Gesetz der Nähe: Dieses Gesetz besagt, dass Elemente die nah zueinander dargestellt sind, von uns als zusammengehörig wahrgenommen werden.
Gesetz der Kontinuität: Objekte die einer gemeinsamen Linie folgen, sei sie gebogen oder gerade, vermitteln ebenso eine Zusammengehörigkeit. Ausschlaggebend dafür ist, dass wir eine Gleichmäßigkeit in einem Rhythmus, oder in den Abständen von Linien zueinander wahrnehmen.
Gesetz der Geschlossenheit: Unsere Wahrnehmung ist darauf ausgerichtet, in allem was wir sehen, Zusammenhänge zu entdecken. Einzelne Elemente werden zuerst als geschlossenes Ganzes wahrgenommen, da unser Gehirn vorhandene Lücken in den Elementen durch Erfahrungswerte ergänzt um die Form zu komplettieren.
Gesetz der Gleichheit: Objekte die die selbe Größe, Farbe oder die gleiche Form haben, werden ebenso als zusammengehörig empfunden. Das Gesetz der Gleichheit funktioniert am besten bei gleicher Farbe.
Gesetz der Prägnanz: Unser Gehirn zerlegt wahrgenommene Objekte durch klare Merkmale in möglichst einfache Strukturen.
Durch das Gesetz der Prägnanz können wir in der oberen Figur fünf einander überlappende Quadrate erkennen. Die Farben zeigen in der unteren Figur jedoch nur vier Quadrate (drei kleine und ein großes), drei Rechtecke und ein L-förmiges Sechseck.
Gesetz der Symmetrie: Elemente oder Objekte, die in Symmetrie zueinander stehen, werden eher von uns als zusammengehörig wahrgenommen, als Elemente, die ohne Strukturen angeordnet sind.
Interferenzeffekte
Dies ist ein Effekt, bei dem sich zwei Aussagen in einer Darstellung widersprechen, was beim Betrachter zu Irritation führt. In einer Werbung die Aufmerksamkeit erregen möchte, kann man solche Irritationen bewusst hervorrufen. Bei der Vermittlung von Inhalten, wie beispielsweise im Kommunikationsdesign, sollte es vermieden werden.
Elemente und ihre Wirkung in der Gestaltung
Der Punkt stellt die kleinste grafische Einheit dar. Werden eine Vielzahl an Punkten aneinander gereiht, dann erscheinen sie bei einem gewissen Betrachtungsabstand als Fläche. All das, was von uns als Punkt wahrgenommen oder bezeichnet wird, ist in der Realität eine relativ kleine Fläche. Ausschlaggebend dafür, ob wir einen Punkt als Punkt oder Fläche wahrnehmen, ist letztendlich die Grundfläche oder der Hintergrund, auf dem das Objekt zu sehen ist.
In der Gestaltung bietet ein hervorstechender Punkt unserem Auge einen Fixpunkt, der unseren Blick einfängt und dem Auge Orientierung und Halt gibt. Mehrere Punkte die in einer Beziehung zueinander stehen können das Auge leiten und führen.
Die Linie führt das Auge eines Betrachters. Handelt es sich dabei um eine filigrane Linie, vermittelt sie das Gefühl von Leichtigkeit. Eine dicke Linie, die an einen Balken erinnern lässt, stellt schwere dar. Doch nicht nur die Stärke einer Linie hat Einfluss auf den emotionalen Ausdruck, sondern auch die Richtung in der sie verläuft.
Horizontale Linien geben ein Gefühl von Freiheit und Weite, was darauf zurückzuführen ist, dass diese die elementarste Linie in unserer Umwelterfahrung ist.
Die Grundtendenz der senkrechten Linie ist das Bremsende und das Trennende. So werden in der Gestaltung senkrechte Linien eingesetzt um beispielsweise Textspalten eindeutig voneinander zu trennen. Beide Arten von Linien vermitteln keinen Eindruck von Bewegung sondern statische Ruhe.
Geneigte und diagonale Linien hingegen werden als dynamisch bezeichnet, auf geneigten Linien geraten die Dinge in Bewegung. Unsere Empfindung von Bewegungen in Bildern oder Layouts, ist stark von unserer Leserichtung geprägt. Die meisten von uns werden eine Linie, die oben links beginnt und unten rechts endet, als abfallende Linie interpretieren.
Optische Täuschung
Die menschliche Wahrnehmung neigt dazu, Flächen die angeschnitten sind, zu ganzen Formen zu ergänzen. Somit werden oft Dinge wahrgenommen, die in der Realität nicht abgebildet sind. Die Wahrnehmung gewisser Elemente hängt von unserem Gehirn ab und wie es erfasste Informationen verarbeitet. Da unser Gehirn sich ähnliche Objekte merkt und einordnet, versucht es Verbindungen zu erstellen und ein räumliches Bild daraus zu konstruieren. Die Erinnerung spielt dabei eine große Rolle, da wir lernen, ähnliche Gegenstände in Verbindung zu bringen und dadurch erkennen, was wir eigentlich sehen.
Statik und Dynamik
Wenn in einem Bild oder einem Layout keine Bewegung angedeutet wird, spricht man von statischer Wirkung. Sobald ein gleichmäßiger und völlig ausgewogener Eindruck entsteht, kann man dies als statisch bezeichnen.
Visuelles Gleichgewicht
Um einen harmonischen Gesamteindruck in einem Layout zu erzielen, spielt die Gewichtung der einzelnen Elemente eine ausschlaggebende Rolle. Größere Elemente wirken schwerer als kleinere. Dunkle Objekte wirken ebenso schwerer als helle. Setzt man bewusst Schwerpunkte in der Gestaltung ein, verleiht es dem Gesamtbild Lebendigkeit. Gewichtung und Schwerpunkte sollten so gesetzt werden, dass Ordnung im Layout vorhanden ist und es nicht beliebig aufgeteilt scheint.
Das kleine dunkle Objekt und das helle größere können sich die Waage halten, das gelbe Objekt mit dem hellen Tonwert in Verbindung mit einem blauen dunklen Tonwert stellt kein Gleichgewicht dar.
Perspektive
Die Wahrnehmung des Menschen ist so ausgelegt, dass sie oft aus zweidimensionalen Darstellungen, dreidimensionale Tiefe konstruiert. Da ein Blatt Papier keine Tiefe hat, gibt es keine Perspektiven darauf, es handelt sich um eine reine Illusion.
Die Abbildung der übereinanderliegenden weißen Waben, lässt durch das Gesetz der Geschlossenheit den Eindruck von Tiefe entstehen.
Die daneben liegenden Waben zeigen das selbe Abbild in unterschiedlichen Tonwerten, wodurch der räumliche Eindruck unterstrichen wird. Das kräftige Grau wird als nah, dass blasse Grau als fern empfunden.
Die räumliche Wirkung wird ebenso von Farben beeinflusst. Während das kräftige Rot im Vordergrund steht, vermittelt Blau den Eindruck von Ferne.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns kostenfrei und unverbindlich unter Telefon (0721) 2012 -120.
































